Firmengeschichte

1865 - Am Anfang gab's Zichorie

In München residierte ein Märchenkönig, Kaufbeurens großer Sohn und Dichter Ludwig Ganghofer war ein zehnjähriger Bub und Kaufbeuren selbst ein beschauliches Städtchen mit wenig Tausend Einwohnern. In dieser Zeit, 1865, gründete die Witwe Babette Kaes eine Spezerei- und Landesprodukten- handlung in der Hinteren Gasse in Kaufbeuren. Heute heißt die Hintere Gasse zu Ehren des erwähnten Märchenkönigs Ludwig II., Ludwigstraße. Im Herbst 1865 war die Welt der Witwe Kaes bestens in Ordnung und der Handel mit Zucker, Tabak, Hülsenfrüchten und Zichorie ließ sich gut an. An dieses Gründungsjahr erinnern heute noch alte Aufzeichnungen wie die Eröffnungsannonce sowie das penibel geführte Ausgaben- und Einnahmenbuch und auch die ersten Werbeanzeigen
 
     
     

Die zweite Generation

In 24 Jahren emsiger Arbeit konnte sich das Lebensmittel-Handelsgeschäft Babette Kaes bei der werten Kundschaft gut etablieren. Dann übernahm der Sohn der Gründerin, Kaufmann Georg Jos. Kaes, das Handelshaus zusammen mit seiner Gattin Maria Kaes, geborene Baptist. Auch die zweite Generation konnte, trotz mannigfacher Schwierigkeiten, auch bedingt durch den ersten Weltkrieg, das Unternehmen solide weiterführen.
 
     
     

Die dritte Generation

Im Januar 1921 betritt die dritte Generation des Familienunternehmens, der Neffe Richard Hermann, die Kaes'sche Handelsbühne, In diesem Jahr, es ist unter anderem auch das Todesjahr des letzten bayerischen Monarchen, Ludwigs' III. und des Heimatdichters Ludwig Thoma, beginnt der langsame Aufstieg des Unternehmens in größere Dimensionen. Nach den schweren Jahren der Inflation sorgte Richard Hermann für eine wesentliche Erweiterung des Betriebes und riskierte - damals noch sehr ungewöhnlich - die Anschaffung des ersten Lastkraftwagens der Firma. Übrigens damals erst der zweite LKW in Kaufbeuren und Umgebung.
 
     
     

Der erste V-Markt

Seit 1960 zeichnet Herr Helmut Hermann als geschäftsführender Gesellschafter verantwortlich. Unter seiner Leitung verlagerte der ehemalige Großhandelsbetrieb seine unternehmerischen Prioritäten auf den Einzelhandelsbereich. Zwar stand 1963 die Gründung des ersten C&C-Betriebes in Kaufbeuren-Hirschzell an, jedoch schon vier Jahre später folgte die Eröffnung des ersten Verbrauchermarktes in Kaufbeuren. Was damals noch nicht abzusehen war: Heute gibt es bereits 40 Standorte. Zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung von Ehefrau Christl expandierte das Unternehmen erheblich. Dies zeigt sich auch durch die Einführung der neuartigen "Christl's-Modemärkte", deren Konzept seit Ende der siebziger Jahre nach und nach auf alle größeren V-Märkte übertragen wird.
 
     
     

Die fünfte Generation

Seit dem Jahre 1980 ist mit Horst Hermann die fünfte Generation im Unternehmen tätig. Der Sohn von Christl und Helmut Hermann führt gemeinsam mit seinem Vater die Erfolgsgeschichte kontinuierlich weiter. Unter seiner Regie wurden die zusätzlichen Geschäftsbereiche mit Baumärkten, Tankstellen und Waschstrassen entwickelt.
 
 
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