Georg Jos. Kaes GmbH - über 150 Jahre Handelstradition

Kommen Sie mit uns auf eine spannende Zeitreise und entdecken Sie die prägensten Meilensteine einer über 150 Jahre andauernden Erfolgsgeschichte der Georg Jos. Kaes GmbH.

Gründungsanzeige Gerog Jos. Kaes GmbH Anno 1865 | © Georg Jos. Kaes GmbH

1865 - am Anfang gab's Zichorie

In München residierte ein Märchenkönig, Kaufbeurens großer Sohn und Dichter Ludwig Ganghofer war ein zehnjähriger Bub und Kaufbeuren selbst ein beschauliches Städtchen mit wenigen tausend Einwohnern. In dieser Zeit, 1865, gründete Joseph Kaes eine Spezerei und Landesprodukten Geschäft in der Hinteren Gasse in Kaufbeuren. Heute heißt die Hintere Gasse zu Ehren des erwähnten Märchenkönigs Ludwig II., Ludwigstraße.

Der Handel mit Zucker, Tabak, Hülsenfrüchten und Zichorie florierte. An dieses Gründungsjahr erinnern heute noch alte Aufzeichnungen wie die Eröffnungsannonce  aus dem Kaufbeurer Anzeigeblatt vom 10. Oktober 1865 sowie das penibel geführte Ausgaben- und Einnahmenbuch und auch die ersten Werbeanzeigen. Nach dem Tod des Firmengründers 1868 übernahm seine Ehefrau Regina Barbara (Babette) Kaes das Unternehmen.


Das Gründungshaus in der Innenstadt von Kaufbeuren mit dem ersten Lebensmittel Fachgeschäft | © Georg Jos. Kaes GmbH

2. Generation: Stabilität trotz Wirtschaftskrise

In 24 Jahren emsiger Arbeit konnte sich das Lebensmittel Handelsgeschäft unter Babette Kaes bei der werten Kundschaft gut etablieren. Dann übernahm der gemeinsame Sohn von Joseph und Babette Kaes das Geschäft.

Kaufman Georg Friedrich Joseph Kaes führte das Handelshaus zusammen mit seiner Gattin Maria Kaes, geborene Baptist. Die zweite Generation konnte, trotz mannigfacher Schwierigkeiten, auch bedingt durch den ersten Weltkrieg, das Unternehmen solide weiterführen.


Der erste LKW im Unternehmen Georg Jos. Kaes GmbH

3. Generation: der erste LKW

Im Januar 1921 betritt die dritte Generation des Familienunternehmens, der Neffe Richard Hermann, die Kaes'sche Handelsbühne. In diesem Jahr, es ist unter anderem auch das Todesjahr des letzten bayerischen Monarchen Ludwigs' III. und des Heimatdichters Ludwig Thoma, beginnt der langsame Aufstieg des Unternehmens in größere Dimensionen.

Nach den schweren Jahren der Inflation sorgte Richard Hermann für eine wesentliche Erweiterung des Betriebes und riskierte - damals noch sehr ungewöhnlich - die Anschaffung des ersten Lastkraftwagens der Firma. Übrigens damals erst der zweite LKW in Kaufbeuren und Umgebung.


4. Generation: Der erste V-Markt

Seit 1960 zeichnet Herr Helmut Hermann als geschäftsführender Gesellschafter verantwortlich. Unter seiner Leitung verlagerte der ehemalige Großhandelsbetrieb seine unternehmerischen Prioritäten auf den Einzelhandelsbereich. Zwar stand 1963 die Gründung des ersten C&C  in Kaufbeuren-Hirschzell an, jedoch schon vier Jahre später folgte die Eröffnung des ersten Verbrauchermarktes in Kaufbeuren.

Zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung von Ehefrau Christl expandierte das Unternehmen erheblich. Dies zeigt sich auch durch die Einführung der neuartigen Christl's Modemärkte, deren Konzept seit Ende der siebziger Jahre nach und nach auf alle größeren V-Märkte übertragen wird.


V-Markt Gebäude München im Euro-Industriepark | © Georg Jos. Kaes GmbH

5. Generation: Baumärkte und Tankstellen

Seit dem Jahre 1980 ist mit Horst Hermann die fünfte Generation im Unternehmen tätig. Der Sohn von Christl und Helmut Hermann führt gemeinsam mit seinem Vater die Erfolgsgeschichte kontinuierlich weiter.

Unter seiner Regie wurden die zusätzlichen Geschäftsbereiche mit Baumärkten, Tankstellen und Waschstraßen entwickelt.


Luftaufnahme der Firmenzentrale in Mauerstetten mit Zentralverwaltung und Zentrallager. | © Harald Langer,  xl-foto.de

2015: 150 jähriges Firmenjubiläum

Aus der ursprünglichen Keimzelle in der Kaufbeurer Innenstadt hat sich das Unternehmen in der Zwischenzeit zu einem bedeutenden mittelständischen Lebensmittelhändler entwickelt.

Im Südbayerischen Raum werden über 50 Filialen betrieben. Familientradition und Wertesystem werden auch nach 150 Jahren bei der Firma Georg Jos. Kaes GmbH jeden Tag aktiv gelebt.


Das Brothaus im V-Markt. Neben Brot und Backwaren gibt es einen Imbiss. | © Mindelheimer Zeitung

2017: 50 Jahre V-Markt

Seit 50 Jahren gibt es die Marke V-Markt im Südbayerischen Raum. Die SB-Warenhäuser sind eine feste Größe in der Region. Das Konzept bleibt: Waren für den täglichen Bedarf kombiniert mit nützlichen Dingen aus den Bereichen Haushalt, Textil/Schuhe und Auto/Elektro.

Die Märkte werden modernisiert und an die Anforderungen der Gegenwart angepasst. So gibt es in den Brothäusern nicht nur eine umfassende Auswahl an Brot und Backwaren, sondern auch einen Imbiss mit WLAN.