Gemüse des Monats November: Allgäu Knolle

Die Allgäu Knolle - ein Portrait

Vom Anbau bis zur Verpackung ist alles aus einer Hand.
Produziert wird ausschließlich für die V-Märkte und für den eigenen Hofladen.

Mit dem Video erhalten Sie einen kleinen Einblick über die Kartoffelernte.

Weiter unten sind die wichtigsten Kartoffelsorten und deren Unterschiede aufgeführt.

Einen Überblick zu allen Sorten finden Sie hier:

Familie Steinheber stellt sich vor

Wir, die Familie Steinheber, bauen auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb in Oberostendorf (Landkreis Ostallgäu) seit sechs Jahren Kartoffel an und vermarkten diese direkt über die V-Märkte. Unser Ziel ist es, die Verbraucher mit schmackhaften Qualitätskartoffeln aus der Region treu unserem Motto „Vom Anbau bis auf Ihren Teller – alles aus einer Hand“ zu versorgen. Wer an das Allgäu denkt, verbindet vermutlich als erstes saftige Wiesen und Berge damit. Doch in dieser Region lassen sich auch Qualitätskartoffel erzeugen. Durch unser einzigartiges Klima, den ausreichenden Niederschlägen und vor allem durch die schweren Ackerböden lassen sich sehr schmackhafte Kartoffel produzieren. Diese Kombination macht unsere Allgäu Knolle einzigartig, schon allein weil Kartoffel üblicherweise in Regionen mit leichten Ackerböden angebaut werden.

Um aus unseren Ressourcen möglichst lange schöpfen zu können, legen wir sehr großen Wert auf eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Die Abwechslung von verschiedenen Ackerkulturen in einer Reihenfolge, der sogenannten Fruchtfolge, sowie die Grundsätze des integrierten Pflanzenbaus halten Schädlinge und Krankheiten auf natürliche Weise zurück und sind somit die Grundsätze einer nachhaltigen Landwirtschaft. Der Anbau von Zwischenfrüchten steigert zudem die biologische Aktivität der Böden und speichert Nährstoffe für unsere Ackerkulturen.

Man unterscheidet zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehligen Kartoffelsorten. Bei der Auswahl der Sorten gehen wir nicht nach dem höchsten Ertrag, vielmehr interessieren uns Eigenschaften wie Geschmack, Lagerstabilität, sortenspezifische Resistenzen gegenüber Krankheiten und Fleischfarbe. Das ist auch der Grund, warum wir die altbekannte, festkochende Sorte Linda oder die rotschalige vorwiegend festkochende Sorte Laura anbauen. Die Kartoffeln werden auf unserem Betrieb angebaut, gelagert, sortiert, mit Hand verlesen und abgepackt. So haben wir Einfluss auf jeden kleinen Schritt im Anbauprozess und können den Verbrauchern die versprochene Qualität liefern. Kartoffeln mit kleinen Beschädigungen werden vor dem Abpacken aussortiert und an unsere Rinder verfüttert. Dieser Kreislaufgedanke bildet immer eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Synergie. Bei der Lagerung setzen wir auf ein modernes Kühllager, in welchem die Kartoffel nach der Ernte in eine Art Winterschlaf versetzt werden. Wir verzichten hierbei komplett auf den Einsatz keimhemmender Stoffe.

Viele unserer Kunden fragen sich, warum wir unsere Kartoffeln ungewaschen abpacken, bliebe der Einkaufskorb mit gewaschenen Knollen doch schlichtweg sauberer. Auch die Staubentwicklung während des Abpackprozesses in unserer Halle ließe sich durch eine Wascheinrichtung deutlich reduzieren. Wir haben uns jedoch bewusst dafür entschieden, die natürliche Schutzschicht der Kartoffeln möglichst lange zu erhalten. Der Kunde wird dadurch mit längerer Frische und späterem Austrieb der Kartoffeln belohnt, sofern sie kühl und trocken gelagert werden. Bei der Auswahl des Vermarktungspartners war uns ein regionaler Einzelhändler besonders wichtig. Unsere Kartoffeln sollten auf möglichst kurzem Wege zum Kunden gelangen.

V-Markt setzt ebenso viel auf sein regionales Gemüseangebot, weshalb wir von Beginn an hervorragend kooperiert haben und von ihm unterstützt wurden. Unser Bestreben ist es, den Anbau unserer Kartoffeln stetig zu optimieren. Seit zwei Jahren versuchen wir uns deshalb an neuen Technologien, wie der sensor- gesteuerten Düngung der Pflanzen. Mittels eines Sensors wird eine Reihe an Informationen in den unterschiedlichen Wachstumsstadien aufgenommen und ausgewertet. Dadurch erhalten wir mehr Informationen über den Zustand der Kartoffeln als sie mit dem bloßen Auge je erkennbar wären. Wir sehen diese neue Technologie als einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung der nachhaltigen Landwirtschaft. Seit unserem ersten Anbauversuch sind einige Jahre vergangen und unzählige Knollen durch unsere Hände gewandert. Eine wahrliche Leidenschaft für den Kartoffelanbau, stets im Einklang mit der Natur und dem vorherrschenden Klima hat sich entwickelt. So freuen wir uns schon beim Kartoffellegen im April auf die bevorstehenden Phasen. Beispielsweise wenn die ersten Pflanzen durch die Dämme stoßen oder wenn die prächtigen Pflanzstöcke im Juni in voller Blüte stehen. Meist im Juli werden die ersten Geschmackproben ausgegraben und darauf gefiebert, dass Ende August endlich die Erntezeit beginnt und die frischen Knollen unsere Halle mit erdigem Geruch füllen. Lernen auch Sie unsere gesunden Knollen kennen und lieben.